Diesel-Stilllegung droht – das müssen Sie jetzt tun

In Hamburg ist es soweit, in München und in vielen anderen Städten: Fahrzeugen, die vom Abgasskandal betroffen sind, droht die Diesel-Stilllegung, wenn ihre Besitzer das Software-Update nicht vornehmen lassen. Deutschlandweit sollen es in den nächsten Wochen 15.000 Diesel sein.

Der Hintergrund: Flächendeckend endet die 18-Monats-Frist für den verbindlichen Rückruf der Fahrzeuge, in deren Motoren die verbotene Abschaltung der Abgasreinigung eingebaut war. Das Kraftfahrt-Bundesamt gibt inzwischen die Daten säumiger Dieselbesitzer an die kommunalen Kfz-Zulassungsstellen weiter. Diese schreiben die Betreffenden an und setzen in der Regel eine letzte Frist von vier Wochen setzen. Wenn dann immer noch keine Reaktion erfolgt ist, werden die Autos unter Umständen aus dem Verkehr gezogen. Erste Bußgelder und auch erste Stilllegungen hat es bereits gegeben.

Das Thema Diesel-Stilllegung bewegt auch viele myRight-Kunden

Der Zwang zum Software-Update bewegt auch viele unserer Kunden, besonders natürlich zusammen mit dem Thema Stilllegung. Wir haben lange den Kunden geraten, das Update zu verweigern, weil doch ein erheblicher Teil der Kunden von Motorproblemen (Mehrverbrauch, Problem mit AGR-Ventil, etc…) berichtet. Wenn die Behörden nun mit Stilllegung drohen, raten wir aber inzwischen Kunden oft zum Update. Das tun wir, auch wenn wir –  wie viele Anwaltskanzleien –  Musterschreiben anbieten, die an die Zulassungsstellen versandt werden können. Dort wird mit Blick auf das laufende Verfahren darauf verwiesen, dass das Software Update Beweismittel vernichten könnte (die originäre Manipulationssoftware wird ja durch das Update verändert.)

Eine Zeit lang haben diese Schreiben bei vielen Behörden ausgereicht, damit Fristen verlängert oder Anordnungen zurückgenommen wurden. Dies scheint aber vielfach nicht mehr der Fall zu sein. Dazu kommt, dass Gerichte inzwischen das Update auch mit Blick auf das Thema „Vernichtung von Beweismitteln“ für zumutbar halten.

VW-Schadensersatz gibt es auch mit dem Update

Aus unserer Sicht gibt es damit kein sicheres Verfahren, mit dem man eine Diesel-Stilllegung abwenden kann. Selbst die Investition in einen Anwalt, der die Stilllegung abwenden will, ist aus unseren Erfahrungen keine Garantie auf Erfolg.

Wir raten daher zum Software-Update – und zugleich zur Klage gegen VW, um Schadensersatz für den Dieselbetrug zu erhalten. So ist sichergestellt, dass der Schaden den Betroffenen ersetzt wird.

Für alle Kläger ist dabei wichtig, dass das Update nicht den Anspruch auf Schadensersatz beeinflusst.  In keinem unserer Verfahren für mittlerweile über 30.000 Betroffene ist ein Anspruch mit der Begründung abgelehnt worden, das Software-Update wäre gemacht worden. Das Update wird inzwischen nicht mehr (was in der Vergangenheit vereinzelt der Fall war) als Schadensersatz angesehen wird, auch wenn der Hersteller damit das Auto nachbessert. „Betrug bleibt Betrug“, sagt zum Beispiel ein Richter in Oldenburg. Und damit bleibt das Recht auf Schadensersatz erhalten.

Jeder Betroffene kann von VW die Rücknahme des Autos und die Erstattung des Kaufpreises verlangen – egal ob umgerüstet wurde oder nicht. Bei myRight.de geht das ganz einfach – per Mausklick direkt auf unserer Webseite.

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