VW Schadensersatz: Das Problem

Auch wenn es sich »nur« um manipulierte Bits und Bytes handelt: Der Abgasskandal ist kein Kavaliersdelikt, sondern millionenfach verübtes Unrecht. Mit der vom Kraftfahrtbundesamt angesetzten Rückruf- und Nachrüstaktion bietet VW keinen Schadensersatz in Deutschland – zumal Betroffene immer wieder berichten, die Nachrüstung führe zu einem höheren Kraftstoffverbrauch. Nicht zuletzt deshalb empfehlen auch Experten regelmäßig, nicht an der Rückrufaktion teilzunehmen.
Von der Dieselaffäre betroffene Verbraucher sollten sich nicht mit einem simplen Softwareupdate abspeisen lassen, sondern mit einer Sammelklage ihr Recht auf angemessene Entschädigung von VW Deutschland einfordern. Nach unserer Einschätzung müssen die Autokäufe komplett rückabgewickelt werden. Der VW-Konzern schuldet die volle Rückzahlung der Kaufpreise. Ein Behalten der betroffenen Autos ist für niemanden aus folgenden Gründen zumutbar:

  • Wertverlust des Autos
  • erschwerter Wiederverkauf
  • Risiko erhöhter Kraftstoffverbrauch
  • Risiko kürzere Lebensdauer und reduzierte Laufruhe des Motors
  • Risiko höherer Steuern

VW muss Entschädigungen in Deutschland zahlen

Anders als in den USA, wo VW Schadensersatz in Milliardenhöhe leistete, sah es für vom Abgasskandal Betroffene hierzulande lange Zeit düster aus. VW Deutschland verweigerte jede Entschädigung. Wer gegen den Konzern und seine Händler antreten wollte, brauchte viel Zeit, Geld und extrem gute Nerven. Und selbst wer über all das verfügte, stand am Ende nicht automatisch auf der Gewinnerseite. 2016 versuchten etliche verärgerte Kunden wegen ihrer manipulierten Dieselfahrzeuge zu klagen und vor Gericht zu ziehen. Teilweise gaben die Gerichte den Klägern recht und verurteilten die entsprechenden Händler zur Rücknahme und zum Fahrzeug- beziehungsweise Wertersatz. Doch die Richter waren sich uneins: Mindestens ebenso oft lief das Bemühen der Kläger, von VW Deutschland Schadensersatz zu fordern, ins Leere.

Gegen Ende des Jahres 2016 änderte sich dies zugunsten der Kläger: in immer mehr Urteilen wurde den von VW geschädigten Kunden Recht zugesprochen. Die entsprechenden Händler wurden verurteilt, betroffene Fahrzeuge zurückzunehmen und den Kaufpreis zu erstatten. In regelmäßigen Abständen fanden derlei Prozesse zum VW Schadensersatz an diversen Landgerichten statt. Aachen, Braunschweig, Hamburg, Hildesheim, München, Offenburg, Potsdam, Regensburg: die Nachrichten über erfolgreiche Einzelklagen in der ´ häuften sich. Immer mehr Gerichte verurteilten Volkswagen und seine Händler zur Rücknahme betroffener Autos und zur Kaufpreiserstattung.

Diese neue Linie in der Rechtsprechung löst eine für Verbraucher eher trostlose Phase ab und ist ein wichtiger Schritt zu echter Entschädigung durch VW Deutschland. Verbraucherschützer kritisieren hierzulande schon lange den fehlenden und im Vergleich zu den USA völlig unverhältnismäßigen Schadensersatz durch VW Deutschland. Auch EU-Verbraucherschutzkommissarin Věra Jourová forderte mehrfach eine Entschädigung der Betroffenen in Europa. Mit den neuen Urteilen bröckelt nun zunehmend die bisherige Argumentation, nach der es sich bei dem im laufenden Betrieb höheren Schadstoffausstoß nicht um einen Sachmangel handele, keine arglistige Täuschung vorläge und die Verantwortlichen bei Volkswagen nicht ausgemacht werden könnten.

US-Prozesse helfen auch Deutschen, VW auf Schadensersatz zu verklagen

Einen Einfluss hierauf dürfte auch der öffentlichkeitswirksame Prozess zum VW Schadensersatz in den USA haben. Die Entscheidungen und Argumentationen jüngerer Urteile legen die Vermutung nahe, dass sich auf Seiten der Gerichte stärker in die hochkomplexe Materie eingearbeitet wurde. Deutsche Richter würden zunehmend die in den USA aufgedeckten Details des Abgasskandals in ihre Entscheidungen einbeziehen, heißt es hierzu in einem Artikel des SPIEGEL. Sichtweisen amerikanischer Urteile würden hierzulande immer stärker übernommen und entfalteten eine regelrechte Sogwirkung in deutschen Gerichten, heißt es dort.

Diesen Stimmungswandel spüren auch die myright-Partner von der US-amerikansichen Kanzlei Hausfeld, die vom SPIEGEL zitiert werden. Während 2016 in den Gerichten noch die Ansicht vorherrschte, es handele es sich um ein leichtes Softwareupdate oder minimale Umbauten, neigten die Instanzgerichte nun dazu, den Betroffenen bei Klagen auf Schadensersatz gegen VW Deutschland und seine Händler recht zu geben. Hausfelds Anwälte sind seit Jahren auf die Durchsetzung von Verbraucherrechten spezialisiert und verfügen dank weltweit geführter Prozesse über umfängliche Erfahrungen auf diesem Gebiet. Auch beim Abgasskandal in den USA agierte die Kanzlei erfolgreich mit milliardenschweren Sammelklagen, um Schadensersatz von VW einzufordern.

Die jüngsten Gerichtsurteile machen Betroffenen nicht nur Mut, sondern bereiten auch den Boden für eine Rechtsprechung auf Eben der Oberlandesgerichte. Wichtig ist es nun, am Ball zu bleiben und den Autohersteller weiter in die Mangel zu nehmen. Eine gute Möglichkeit hierfür bietet unsere gemeinsame Sammelklage mit Hausfeld, der sich schon mehr als 25.000 Betroffene in Deutschland angeschlossen haben. Unser Ziel ist es, den Autohersteller juristisch in die Verantwortung zu nehmen und für alle Betroffenen eine angemessene Entschädigung von VW Deutschland einzufordern. Die Vorteile hierfür liegen auf der Hand:

  • einfach und bequem
  • keinerlei Kostenrisiko
  • Provision nur bei Erfolg