Wie Sie Ihre Rechtsschutzversicherung zur VW-Klage nutzen

Wer eine Rechtsschutzversicherung abschließt, erwartet, dass ihm der Versicherungspartner den Rücken stärkt, wenn es ernst wird – zum Beispiel im Abgasskandal. Viele Betroffene nutzen bereits ihre Rechtsschutzversicherung, um mit Hilfe von myRight Einzelverfahren gegen VW zu führen.

Die Erfahrung zeigt aber, dass Rechtsschutzversicherungen mitunter versuchen, ihre Kunden davon abzuhalten, Ansprüche geltend zu machen. Schließlich entstehen durch jedes Verfahren, dass die Versicherung unterstützen muss, dem Versicherer Kosten. Allerdings kann die Rechtsschutzversicherung natürlich nicht nach Gutdünken Ansprüche abwehren. Wir zeigen Ihnen, wie Sie zu Ihrem Recht kommen.

Abgasskandal: Rechtsschutzversicherung darf nicht blocken

Eine häufige Begründung der Versicherer, um Klagen abzublocken, ist, dass die geplante Klage keine Aussicht auf Erfolg hat. Im Abgasskandal ist bereits richterlich entschieden worden, dass diese Begründung nicht zieht. Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat im Herbst 2017 erklärt, dass der Rechtsschutzversicherer zur Deckung verpflichtet ist, wenn jemand eine auf Rückabwicklung des Kaufvertrags gerichtete Schadensersatzklage einreicht (Az.: 9 O 157/16).

Ein weiteres Argument, Klagewillige abzuwimmeln, ist der Hinweis der Versicherer, dass Geschädigte zunächst eine Nachbesserung durch VW abwarten müssten. Auch dieser Begründung haben die Düsseldorfer Richter eine Absage erteilt. Angesichts des bisherigen Verhaltens von VW ist es keinem zuzumuten, mit rechtlichen Schritten gegen den Konzern zu warten. Es sei „Sache des Autokäufers zu entscheiden, wann er seine Ansprüche gegen die Herstellerin geltend machen wolle“, erklärt das Gericht.

Niemand muss auf VW warten

Im Klartext heißt das, dass niemand warten muss, ob VW zum Beispiel vielleicht doch noch eine Hardware-Nachbesserung springen lässt.

Auch nach dem Software-Update kann man seine Rechtsschutzversicherung in Anspruch nehmen, um gegen VW vorzugehen. Für die Frage, ob VW Schadenersatz leisten muss, spielt es keine Rolle, ob das Software-Update aufgespielt wurde oder nicht.

Jede Rechtsschutzversicherung sollte also eine Zusage zu erteilen, wenn Sie VW vor Gericht bringen wollen. Wichtig ist nur, dass die  Versicherung bereits bestand, als das Auto erworben wurde.

Mit der Rechtsschutzversicherung mit Hilfe von myRight im Einzelverfahren zu klagen ist ein attraktiver Weg, um gegenüber VW Ansprüche anzumelden. Jeder Cent, den Ihnen der VW-Konzern zahlt, verbleibt bei dann Ihnen. Sie werden direkt durch hochspezialisierte myRight-Vertragsanwälte vertreten und zahlen nur die Selbstbeteiligung, die Ihre Versicherung vorsieht. Verfahren mit Rechtsschutzversicherung werden zudem mitunter schneller abgeschlossen.

Wir übernehmen nach der Anmeldung alles für Sie

Mit myRight starten Sie die Klage mit Hilfe Ihrer Versicherung ganz komfortabel – ein Anruf bei uns oder eine E-Mail genügt. Wir übernehmen alles für Sie. Sobald Sie sich bei uns auf der Seite registriert haben, schicken wir Ihnen eine anwaltliche Vollmacht unserer myRight-Vertragsanwälte zu. Die stellen dann eine Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung. Bei einer Zusage werden die Anwälte sofort für Sie tätig. Sie müssen weiter gar nichts tun.

Sollte die Versicherung die Deckung verweigern, etwa weil Sie die Rechtsschutzversicherung ganz neu abgeschlossen haben, können Sie mit dem myRight-Kostenschutz grundsätzlich jederzeit in die Sammelklage wechseln. So bleibt die Klage für Sie in jedem Fall ohne Kostenrisiko – egal, welchen individuellen Klageweg Sie wählen.

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